Certamen Carolinum - Berichte
CERTAMEN CAROLINUM

Landeschülerwettbewerb Alte Sprachen NRW
Augustinerbach 7   52062 Aachen

Ein Bericht vom ersten Certamen-Nachtreffen in Köln

Am 9. September 2018 haben sich 16 ehemalige Endrundenteilnehmerinnen und -teilnehmer des Landesschülerwettbewerbs Alte Sprachen NRW Certamen Carolinum zu einem Nachtreffen in Köln zusammengefunden. Ein solches Nachtreffen fand zum ersten Mal statt. Auf Initiative der Wettbewerbskoordination und des Vereins zur Förderung der Alten Sprachen in den Schulen e.V. wurden die vergangenen fünf Jahrgänge des renommierten Altsprachenwettbewerbs zu einer Nachmittagsveranstaltung in das für alle inzwischen teils über die gesamte Bundesrepublik verstreuten Finalistinnen und Finalisten zentral gelegene Köln eingeladen. Das Wiedersehen der einzelnen Jahrgänge gestaltete sich sehr herzlich, aber auch der jahrgangsübergreifende Kontakt ließ sich durch eine Vorstellungsrunde schnell herstellen und intensivieren.

Roma aeterna

Erster Stopp der sechstägigen Reise ist die italienische Hauptstadt. Schon aus der Luft sind die typisch südlichen Gebäude, die mit ihren luftigen Fenstern und der rötlichen Fassade so eindeutig anders als die deutschen sind, zu erkennen.

Beim Aussteigen schlägt uns eine schwüle Wärme entgegen, die trotz des guten Wetters in Deutschland ein bisschen Gewöhnung braucht.

Rom wirkt wie ein riesiges Museum: an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, von antiken Inschriften, mittelalterlichen Monumenten bis zu grünen Parkanlagen.

So lautete der Titel des Vortrags von Adrian Grimpe aus Warendorf (Münsterland), wofür er im Finale des XXXIII. Certamen Carolinum mit der Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes ausgezeichnet wurde. So könnte aber auch das Motto des Certamen Carolinum heißen, wenn junge Leute in diesem Wettbewerb die Gegenwart anhand antiker Texte zu entschlüsseln wagen.

„Wenn Mütter ihre Kinder töten.“ So lautet ein Facharbeitsthema des diesjährigen Certamen Carolinum. Immer wieder hören wir voller Trauer und Fassungslosigkeit von solchen Ereignissen, wie zuletzt im Februar 2017, als in dem Ort Kirchehrenbach in Franken eine Mutter ihre beiden Kinder tötete. Was bewegt eine Frau, eine solche unfassbare Tat zu vollbringen? Diese Frage hat besonders viele Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW interessiert, die sich ausgehend von Senecas Tragödie „Medea“ auf die Suche nach Antworten gemacht haben.