Omnia mutantur, nihil interit.

In Vers 165 des fünfzehnten Buches seiner Metamorphosen lässt Ovid den Philosophen Pythagoras eine Erfahrung aussprechen, die heute Menschen weltweit machen. Alles verändert sich und die Menschen erfahren, dass diese Veränderungen mit äußerst schmerzlichen Verlusten einhergehen. Zugleich ist mit diesem Kernsatz der Metamorphosen auch die Hoffnung auf Erneuerung und auf die Unvergänglichkeit des Seins verbunden, die uns positiv in die Zukunft blicken lassen.

Genau zu Beginn dieses Veränderungsprozesses, als bereits die ersten Schulen in NRW geschlossen waren, haben sich 65 Schülerinnen und Schüler entschlossen, in diesem Jahr Facharbeiten beim Landesschülerwettbewerb Alte Sprachen NRW „Certamen Carolinum“ einzureichen. Aufgrund dieses Engagements konnten wir auch in diesen schwierigen Zeiten das Certamen Carolinum eröffnen. Es freut uns, dass trotz der momentanen Krise die Anzahl der Arbeiten im Fach Latein im Vergleich zum vergangenen Jahr gleich hoch geblieben ist. Mit Bedauern nehmen wir wahr, dass nur wenige Arbeiten im Fach Griechisch uns erreicht haben, obwohl in den vergangenen Jahren gerade Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Fach große Erfolge feiern konnten.

Mit der Abgabe ihrer Facharbeit machen sich nun die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg nach Aachen, wo vom 19. bis 21. November 2020 das Finale des Wettbewerbs stattfinden wird. Dort werden nicht nur attraktive Geld- und Reisepreise, sondern vor allem als Hauptpreis die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes e.V. auf die Finalistinnen und Finalisten warten.

Es freut uns sehr, dass wir wie bereits im vergangenen Jahr im kommenden November Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Maria Papakonstantinou, Generalkonsulin der Hellenischen Republik in Düsseldorf, als Ehrengäste begrüßen dürfen. Damit drücken Sie eine große Wertschätzung gegenüber den Leistungen der jungen Leute aus.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Nun werden die Facharbeiten zunächst anonymisiert korrigiert. Die Ergebnisse der Arbeiten werden im Juni bekannt gegeben. Wir hoffen sehr, dass die äußeren Bedingungen es uns ermöglichen, auch die beiden weiteren Wettbewerbsrunden ordnungsgemäß durchführen zu können.

Wir wünschen allen Teilnehmenden in diesem Jahr viel Erfolg und vor allem gute Gesundheit.

A. Weber