So lautete der Titel des Vortrags von Adrian Grimpe aus Warendorf (Münsterland), wofür er im Finale des XXXIII. Certamen Carolinum mit der Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes ausgezeichnet wurde. So könnte aber auch das Motto des Certamen Carolinum heißen, wenn junge Leute in diesem Wettbewerb die Gegenwart anhand antiker Texte zu entschlüsseln wagen.

Das Erste, was mir an Neapel auffiel, war der Verkehr: Allein die Busfahrt vom Flughafen zum Hauptbahnhof war ein denkwürdiges Erlebnis, jede Menge hupender Autos, Verkehrsregeln schienen eher optional, als wir die wenigen Meter vom Hauptbahnhof zum Hotel zurücklegten.

„Wenn Mütter ihre Kinder töten.“ So lautet ein Facharbeitsthema des diesjährigen Certamen Carolinum. Immer wieder hören wir voller Trauer und Fassungslosigkeit von solchen Ereignissen, wie zuletzt im Februar 2017, als in dem Ort Kirchehrenbach in Franken eine Mutter ihre beiden Kinder tötete. Was bewegt eine Frau, eine solche unfassbare Tat zu vollbringen? Diese Frage hat besonders viele Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW interessiert, die sich ausgehend von Senecas Tragödie „Medea“ auf die Suche nach Antworten gemacht haben.

Schülerinnen und Schüler leisten Beitrag zum Schutz europäischer Werte

Ehrung der Siegerinnen und Sieger im Landesschülerwettbewerb Alte Sprachen NRW

 

Wo stehen wir heute in Europa? Diese grundsätzliche Frage stellte Oberbürgermeister Marcel Philipp in das Zentrum seines Grußwortes anlässlich der Ehrung von acht Schülerinnen und vier Schülern aus ganz NRW, die das Finale des Landesschülerwettbewerbs Alte Sprachen NRW in Aachen erreicht hatten.

1. Reisevorbereitung

Die Endrunde des Certamen Carolinum 2015 fand vom 19. bis 21. November in Aachen statt. Als wir am Morgen des 21. November vor der Preisverleihung in der Aula Carolina unsere Ergebnisse erfuhren, freute ich mich sehr, als ich hörte, dass ich von der Elisabeth-Lebek-Stiftung einen Reisegutschein erhalten würde. Natürlich wäre auch die Aufnahme in die Studienstiftung ein attraktiver Preis gewesen, aber eine Reise ist meiner Meinung nach insofern besser als ein Stipendium, als dass sich damit auch im Nachhinein sehr konkrete und schöne Erinnerungen verbinden lassen. Außerdem bot sich die Zeit nach den Abiturprüfungen, die ich im Mai dieses Jahres abgeschlossen habe, gut für eine solche Reise an.

Als Mittwochabend, dem 04.05.2016, mein Flieger nach Rom ging, kannte meine Aufregung keine Grenzen mehr: Ich würde die einmalige Chance bekommen, am internationalen Lateinwettbewerb Certamen Ciceronianum in Arpino teilzunehmen; ein Wettbewerb, der zu Ehren des begnadetsten Anwalts, Philosophen und des fulminantesten Redners der Antike und der Gegenwart alljährig in Arpino–Ciceros Geburtsstadt–stattfindet. Begleitet wurde ich von meinem Vater Yavuz Karadas und von meinem Lateinlehrer J. R. Jüttner.