Im Rahmen der Preisverleihungsfeier 2025 mussten wir uns von unserem langjährigen Jurymitglied Dr. Rainer Knab verabschieden. Nachdem Dr. Knab in seinen wohlverdienten Ruhestand eingetreten ist, ist es leider nach der Wettbewerbsordnung des Certamen Carolinum für ihn nicht mehr möglich, sich weiter als Jurymitglied zu engagieren. Wir sind ihm von Herzen für sein außergewöhnliches Engagement, seine kreativen Ideen, seine Kollegialität und seine Zugewandtheit dankbar. Diese Wertschätzung hat unser Kollege Maximilian Nießen in einer Laudatio zum Ausdruck gebracht. Wir wünschen Dr. Knab und seiner Frau alles Gute und viel Gesundheit für die nun anstehende Zeit des negotium.
Laudatio Ranucii
Doctorem Ranucium Puerum, illum magistrum egregium necnon in rebus philologicis classicis peritum, hodie e grege examinatorum Certaminis Carolini dimittere debemus nobisque cordialiter „Vale“ dicendum est. Postquam de septima Platonis epistula diligenter disseruit doctoratumque obtinuit, magistrum grammaticae in lyceo Rhenaniorivulensi et in universitate Bonnensi stipendia meruisse scimus. Ceterum non multum de eo possumus narrare, quippe qui neque loquacitate neque ambitu pulsus officium examinatoris exceperit et hoc munere multos per annos pie sit functus. Constat Ranicium examinatorem examina certaminatorum Graece scripta magnâ cum diligentiâ correxisse innummerabilesque certaminatores prudenter per colloquia duxisse. Quid sine te Graeculo faceremus, Ranuci? Semper Ranucius nobis exemplum virtutum, imprimis humanitatis, modestiae temperantiaeque erit. Tibi autem sit, care Ranuci, merita doctorum aureola!
Maximilianus Nießen confecit ante diem XIII. Kalendas Decembres MMXXV.
Lob Rainers
Dr. Rainer Knab, jenen hervorragenden und in Klassischer Philologie erfahrenen Lehrer, müssen wir heute aus der Schar der Juroren des Certamen Carolinum verabschieden und müssen wir herzlich „Leb wohl!“ sagen. Nachdem er über Platons Siebten Brief gehandelt und das Doktorat erworben hatte, wissen wir, das er seinen Dienst als Sprachlehrer am Gymnasium Rheinbach und an der Bonner Universität leistete. Im Übrigen können wir nicht viel über ihn erzählen, der er weder von Geschwätzigkeit noch von Ehrgeiz getrieben das Amt des Jurors aufgenommen und diese Aufgabe durch viele Jahre hindurch pflichtbewusst ausgeführt hat. Es steht fest, dass Rainer als Prüfer die in Griechisch geschriebenen Prüfungen der Certaminatoren korrigiert und ungezählte Certaminatoren klug durch die Colloquia geführt hat. Was hätten wir ohne dich „Griechlein“ tun sollen, Rainer? Immer wird uns Rainer ein Beispiel der Tugenden, besonders des Humanismus, der Bescheidenheit und der Mäßigung sein. Dir aber sei, lieber Rainer, der verdiente Strahlenkranz der Lehrer!